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SPD Lechfeld startet Unterschriftenaktion für eine Ringlinie

Nachdem der SPD-Ortsverein der Lechfeldgemeinden unter ihrem neuen Vorsitzenden und Gemeinderat Andreas Heidler bereits am 14. September mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Thema „Ringlinie auf dem Lechfeld“ diskutiert hatte, kommt nunmehr eine breitere Bewegung in diese Debatte. So war bei der Diskussion über ein regionales Entwicklungskonzept mit Vertretern aller Lechfeldgemeinden dieses Thema erneut als vordringlicher Bedarf lokalisiert worden.

Die SPD-Fraktion im Untermeitinger Gemeinderat hatte diesen Bedarf bereits in der letzen Legislaturperiode erkannt und einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingebracht, welcher jedoch abgelehnt wurde. In der letzten Gemeinderatssitzung in Untermeitingen war der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) nun erneut Gegenstand der Debatte, da aus der Bürgerschaft eine stärkere Anbindung der Einkaufsgeschäfte von den Bürgern gefordert wurde.

Während die CSU durch ihren Fraktionsvorsitzenden den Halt an den Donauring durch den Augsburger Verkehrs-Verbund (AVV) mit hohem Kostenaufwand verlegen wollte, wurde das Problem von der SPD-Fraktion anders bewertet. Dr. Bernd Früchtl, SPD-Fraktionsvorsitzender, zeigte nochmals die Zusammenhänge auf: „Ein AVV-Bus, der drei Mal am Tag am Donauring hält, hilft den Menschen auf dem Lechfeld nichts. Diese wollen und brauchen vielmehr eine kleinen Ringlinie durch alle Lechfeldgemeinden mit Anbindung an die Bahnhöfe in Klosterlechfeld und Lagerlechfeld, so wie wir ihn bereits vor 6 Jahren vorgeschlagen haben. Der Ringbus muss dann natürlich auch an der Untermeitinger Geschäftsmeile halten.“

Der Gemeinderat konnte sich aber nicht entschliessen, dem Vorschlag der SPD zu folgen und den Wunsch nach einen solchen Bus zu artikulieren, was auch dem Neuling im Gemeinderat, Florian Osterried, sehr verwundert hat: „Das offensichtlich Notwendige und Richtige wird manchmal aus taktischen Gründen nicht getan oder gesagt. Das ist schon manches Mal ernüchternd.“

Auch Andreas Heidler sieht die Fortschritte in der interkommunalen Zusammenarbeit als schwierig und zu sehr vom Kirchturmdenken geprägt an: „Wir wollen alle ein Schützenheim, eine Feuerwehr und möglichst alles in allen Orten und haben dann kein Geld und keinen Willen solche für die Lebensqualität der Menschen wichtigen Projekte gemeinsam anzugehen. Hier muss sich endlich etwas ändern!“

Die drei jungen Gemeinderäte wollen dieses Thema auch weiter voranbringen. „Infrastruktur heißt nicht immer nur neue Straßen bauen, sondern auch in eine soziale Infrastruktur mit ausreichend Kindertagesstätten sowie einem praktischen öffentlichen Personennahverkehr für Alle zu investieren!“, so Früchtl.

Um die Notwendigkeit einer Ringlinie auf dem Lechfeld zu unterstreichen, haben sich die drei Gemeinderäte entschlossen eine Online-Petition zu starten. Unter http://www.ringbus-lechfeld.de können die Bürgerinnen und Bürger der Lechfeldgemeinden bis zum 6. Dezember dieses Anliegen unterstützen.

4 Kommentare

  1. # 2 Politik 2.0 auf dem Lechfeld angekommen | Freischwebende Aufmerksamkeit
    schreibt am

    […] Arbeit zu Nutze macht. Mit einer Online-Petition sucht die SPD Lechfeld nach Unterstützung, um dem Anliegen nach einer Ringbuslinie, die die Gemeinden auf dem Lechfeld verbindet, Nachdruck zu verleihen. Damit ist der Anfang gemacht […]

  2. # 3 Avatar Rudolf Schneider
    schreibt am

    Im Rahmen des Rad- und Wegekonzeptes auf dem Lechfeld ein längst überfälliger Schritt.Der Anfang ist gemacht, jetzt muß daran weiter gearbeitet werden. Auch im Süden gibt es noch viel zu tun.

  3. # 4 Avatar Jürgen Schmidt
    schreibt am

    Vor zwei Jahren haben wir den Vorstoß unternommen eine Ringlinie zu erstellen. Nachdem Untermeitingen und das Lechfeld weiter wächst, ist es unerlässlich, dass eine gute Erreichbarkeit in allen wichtigen Richtungen gewährleistet sein muss. Hierfür möchte ich Sorge tragen, dass ein besserer Buslinienausbau und die Taktzeiten angepasst werden. Ebenso die bessere Erreichbarkeit auf dem Lechfeld untereinander.

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