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Dr. Bernd Früchtl zur Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten

Zur Wahl von Christian Wulff zum 10. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland am 30. Juni erklärt Dr. Bernd Früchtl, Fraktionsvorsitzender und Gemeinderat in Untermeitingen:
„Ich wünsche Christian Wulff als Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland alles Gute, viel Erfolg und Standfestigkeit. Ich wünsche ihm aber auch die Sympathien in den nächsten 5 Jahren, die Joachim Gauck innerhalb der letzten 4 Wochen erhalten hat.“

Ein dritter Wahlgang bei der Bundespräsidentenwahl bedeute nicht automatisch eine 3. Wahl, erklärte Früchtl. Einige Bundespräsidenten wurden erst im 3. Wahlgang gewählt, so z.B. auch Roman Herzog. „Als Wunschkandidat von Schwarz-Gelb und einer absoluter Mehrheit habe ich aber mit einer sofortigen Wahl gerechnet.“
Dass sich im ersten Wahlgang so viele Wahlfrauen und Wahlmänner für Joachim Gauck entschieden, und damit Eigenständigkeit, Mut und Überzeugung bewiesen haben, verdiene hohe Anerkennung.

Joachim Gauck ist Präsident der Herzen

„Mein besonderer Dank gilt aber Joachim Gauck. Er hat in den letzten 4 Wochen den Menschen in diesem Land wieder Mut gegeben, Krisen und Parteigrenzen zu überwinden. Er hat vor allem Orientierung und Geradlinigkeit vermittelt, weil er zutiefst von der Chance der Freiheit überzeugt ist.“
Die Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern auf dem Lechfeld aber auch die überwältigende Begeisterung vieler Menschen für den Kandidaten Gauck, auch und gerade über das Internet als „neuen“ Kommunikationsweg, haben gezeigt, dass die Menschen sich nach wie vor für Politik interessieren. „Und das ist gut so.“
„Politik muss von Menschen für Menschen in diesem Land gemacht werden. Allein parteitaktische Spielchen haben die Menschen in diesem Land satt.“
Daraus habe auch die SPD nach den Wahlniederlagen gelernt. „Diese Politik mit Verstand, aber auch mit Herz und Leidenschaft, nah an den Menschen über Parteigrenzen hinweg, praktizieren wir konsequent auf dem Lechfeld. Und wir werden diese Arbeit fortführen.“, so Früchtl.

Scharfe Kritik am Abstimmungsverhalten der Linke

Als indirekte Wahl von Wulff zum Bundespräsidenten wertete Früchtl die Wahlempfehlung und das Abstimmungsverhalten der Linkspartei. Allein die Aufstellung der Kandidatin habe gezeigt, dass Die Linke nicht mehr am Nerv der Menschen sei und sich nicht mit ihrer Geschichte und Vergangenheit auseinandergesetzt habe, sie jedenfalls nicht überwinden könne.
Als absolut unerträglich und peinlich bezeichnete Früchtl die Äusserungen von Diether Dehm, Landesvorsitzender der Linkspartei in Niedersachsen, in denen er die beiden Kandidaten Wulff und Gauck indirekt mit Hitler und Stalin verglich. „Solche Vergleiche sind absolut daneben. Anscheinend wird jetzt jeder, der nicht weit links genug steht, als Nazi oder Stalinist abgestempelt. Die Linkspartei sollte lieber noch mal die Schulbank drücken und insbesondere die eigene Geschichte aufarbeiten.“
Wenn die Linkspartei nicht weiter als realitätsfremd wahrgenommen werden will, solle sie einfach mal konkret zeigen, dass sie nicht nur gegen, sondern auch für etwas sein kann. Statt zu versuchen, den Finger in Wunden der SPD zu legen, sollte die Linkspartei auch mal ihren eigenen Körper abtasten. „Dann wird sie schon die eine oder andere Metastase erspüren“, so Früchtl.
Für den Fall, dass der Linkspartei die Kritik einfach zuviel werde, empfiehlt Früchtl ihr die Horst-Köhler-Strategie. Und die kenne Oskar Lafontaine ja ebenfalls bestens.

Video: Gratulation und Dank von Joachim Gauck

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