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Bildungsdefizite auf Grund von zu hoher Klassenstärke

Gute Bildung hängt auch von der Anzahl der Schüler in einer Klasse ab.
Um dieses nach wie vor brisante Thema kümmerte sich die Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr in einer Anfrage an den Kultusminister Siegfried Schneider.

Gute Bildung ist das wichtigste Kapital, das Kindern für ein selbst bestimmtes Leben gegeben werden kann. Dass sich Bildungsarmut von einer Generation in die nächste weiter trägt, kann ich als Sozialdemokratin nicht akzeptieren. Diese eklatante Fehlentwicklung zu bekämpfen ist das vordringliche Ziel der Landtags-SPD, erklärt Abgeordnete Simone Strohmayr. Jedes Kind solle eine Chance auf gute Bildung haben und jedes Kind solle in und nach seiner Leistungsfähigkeit gefördert werden. Wir brauchen mehr Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem, fordert Strohmayr.

Um „gute Bildung“ vermitteln zu können, dürfen laut Strohmayr die Klassen nicht zu gross sein.
In einer schriftlichen Anfrage wollte sie von Kultusminister Siegfried Schneider wissen, in wie vielen Klassen im Landkreis Augsburg mehr als 25 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.
Die Auswertung der vorläufigen „Amtlichen Schuldaten 2007/2008“ zeige, dass vor allem die Realschulen und die Gymnasien von grossen Klassen betroffen seien.

So gäbe es beispielsweise an der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule in Meitingen 29 Klassen mit zwischen 26 und 34 Schülern. Ähnlich sei die Lage an der Leonhard-Wagner-Realschule in Schwabmünchen. In 32 Klassen sässen dort zwischen 27 und 33 Schüler. Und an der Realschule in Zusmarshausen seien bis zu 34 Schüler in einer Klasse.
Auch in Bobingen, Neusäss und Königsbrunn sei die Situation nicht anders: Am Gymnasium in Königsbrunn sässen in 34 Klassen mehr als 26 Schüler zusammen. In Neusäss gäbe es am Justus-von-Liebig-Gymnasium 27 Klassen mit eine Schülerzahl zwischen 26 und 33.
Die Zahlen beziehen sich jeweils auf den gesamten Klassenverband.

In derartig grossen Klassen ist aus meiner Sicht ein vernünftiges Arbeiten und ein effizientes Lernen nicht mehr möglich, so Strohmayr.
Um die angespannte Situation an einigen Schulen im Landkreis etwas zu lockern, fordert Strohmayr den Einsatz von mehr Lehrkräften an bayerischen Schulen.
Dass in punkto Reduzierung der grossen Klassen Handlungsbedarf bestehe, räumte auch Kultusminister Schneider ein. In seinem Schreiben an die Abgeordnete teilte er mit, dass in den kommenden zwei Jahren geplant sei, Klassen mit einer Stärke von 34 Schülern weitestgehend abzubauen.

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